Orionnebel

Hallo Sternfreunde,

am Sonntag hatte ich die Gelegenheit in den frühen Morgenstunden den Orionnebel auf den Chip zu bannen. Nachdem ich mir mit dem Dobson an einigen harten Nüssen die Augen ausgerenkt hatte, dachte ich mir: Schaust dir halt mal was an, was leicht zu finden ist. Das Dobsonteleskop an der Sternwarte mal in Richtung Orionnebel geschwenkt und... fantastisch! Der Orionnebel in gewohnter Pracht und das Trapez - alle sechs Sterne. Moment Mal waren das nicht nur vier? Im Prinzip schon, aber nicht immer. In seltenen Nächten ist es uns möglich sogar sechs Sterne im Trapez zu sehen. Fünf Sterne sind eigentlich die Regel und werden sogar in mäßigen Nächten erkannt. Aber sechs Sterne und dann noch ohne Mühe, als wären sie einfach da, das habe ich so noch nicht erlebt. Die ruhige herbstliche Hochdrucklage muß ein hervorragendes Seeing verursacht haben. Die Sichtung der beiden weiteren Trapezsterne ist in erster Linie nämlich nicht von der Größe des Teleskopes abhängig. Vielmehr von der Ruhe der Luft. Der Blick auf den altbekannten Orionnebel verschlägt einem immer wieder die Sprache (War ja sowieso keiner mehr da, dem man das hätte erzählen können.)

Orionnebel M42
Orionnebel M42, 7 Aufnahmen a 30s, 800 ASA, Canon EOS 300D (mod.) und IR-Filter, 14. Oktober 2007, Meade 16" SCT, 400/4000mm, Josef-Bresser-Sternwarte, Christian Overhaus

Ich kam danach auf die Idee, mal kurz die Digitalkamera hinter den Sechzehnzöller der Sternwarte zu halten und eine kurze Serie von sieben Belichtungen zu starten. Die Belichtungszeit betrug, wegen der begrenzten Nachführmöglichkeit, nur 30 Sekunden. Es kam mir bei der Aufnahme nicht auf die Tiefe des Bildes an, sondern viel mehr wollte ich das strukturierte Zentrum aufnehmen und wiedergeben. So schön, wie der Anblick im Teleskop wurde das Bild aber nicht. Der Eindruck ist leider nur in meinem Kopf haften geblieben.

Clear Skies,
Christian Overhaus

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