Planet Mars am 18. Januar 2008

Hallo Sternfreunde,

bisher war ich permanent damit beschäftigt meine Aufnahmen unseres Weihnachtskonzertes vom Quartettverein zu bearbeiten. Jetzt werde ich damit fertig und habe mal nachgeschaut, was ich denn am 16., 17. und 18. Dezember zur Zeit der größten Mars-Erdnähe so einfangen konnte. Da das Wetter einigermaßen gut war, habe ich auch durchgehalten, bis teilweise gegen 4:00 Uhr die Wolken kamen. Zumindest hat die Durchsicht des Videobandes mir Hoffnung auf einigermaßen gute Bilder gemacht. Ich habe schon bei der Aufnahme am Kontrollbild die zu starke Rot-Tönung bemerkt. Die gute Zeit wollte ich aber nicht mit Experimenten vergeuden und hoffe auf meine Korrekturmöglichkeiten am Computer.

Wie habe ich die Aufnahmen gemacht? Zur Zeit der Erdnähe war der Mars-Durchmesser nur 15,6 Bogensekunden groß. Mit Barlow-Linsen habe ich die Brennweite des Teleskops der Sternwarte auf ca. 15m erweitert. Ein kleines Kamera-Modul ist nun hinten angebracht und schickt die AV-Signale zum Camcorder, der separat steht und die Signale auf eine Mini-DV Cassette aufzeichnet. Zu Hause kann ich die Bilder dann gelegentlich in den Computer einspielen. Dieser war aber schneller voll, als ich es gedacht hatte. So habe ich erst mal nachgeschaut, wieviel Platz die Bilder denn wohl einnehmen. Man höre und staune: 1 Stunde auf dieser Mini DV-Cassette nehmen auf dem Computer ca. 61 Gigabyte Speicherplatz ein (alles als BMP aufgespielt). Also macht es schon Sinn, sowas auf Band aufzuzeichnen.

Planet Mars
Planet Mars, 18. Dezember 2007, Ludger Kempkes

Doch nun zum Bild: Hier ist die Farbtönung wohl noch nicht ganz richtig. Es ist im Original Krebsrot und zum Anderen zeichnet die Kamera aus technischen Gründen den Mars nicht rund, sondern "eirig" auf (gestauchtes 15:16 Format). Es muß also bei der Bildbearbeitung wieder entzerrt werden. Auch bastele ich noch an der Bildschärfung herum. Es ist noch so einiges zu tun. Jedenfalls habe ich durch Intervallaufnahmen eine längere Marsdrehung aufzeichnen können.

Vergleich mit den Daten einer Raumsonde
Vergleich mit den Daten einer Raumsonde

Nun die Frage an unsere Giotto und Registax-Experten: Es wäre schön, wenn ich die Bearbeitung (Addition, Bildschärfung usw.) mal mit jemand zusammen machen könnte. Wenn dies nicht so gut möglich ist, kann ich auch mal so eine Sequenz zur Bearbeitung rüberschicken. Giotto ist bestimmt rechenintensiever, aber es wäre interessant, einmal den Vergleich mit Registax zu machen. Darin bin ich leider nicht fit. Insgesamt habe ich ca. 2,5 Stunden in den Tagen vor Weihnachten in Sequenzen aufgezeichnet. Also Experten nach vorn!

Das wär's für heute. Herzliche Grüße,
Ludger Kempkes

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