Himmel über Schanze (im Sauerland) und Borken

Hallo Sternfreunde,

am Wochenende durfte ich gemeinsam mit Ralf zwei Nächte unter Sauerlandhimmel beobachten. Endlich nach Jahren der Vorbereitung haben wir den Geheimtipp eines Polarlichtbeobachters (Bernd Pröschold), der uns im Jahr 2001 besuchte, ausprobiert und unsere Teleskope in Schanze (bei Schmallenberg) aufgebaut. Der Beobachtungsort wurde dabei so vorgefunden wie vor Jahren beschrieben - einsamer Parkplatz in einer Sackgasse. Der Himmel wirkte bei klarer Luft sehr schön. Im Teleskop war es sogar möglich, den Pferdekopfnebel zu erkennen und die eindrucksvollen Spiralarme der Galaxie M101 zu sehen - wirklich zu sehen! Ein richtiger Genuss war der Rosettennebel. Sternhaufen wie M46 und M47 konnten ohne Teleskop entdeckt werden. Der Feldstecher und das bloße Auge zeigte eine tolle Wintermilchstraße, die hier in Borken kaum zu sehen ist.

Mit der Canon EOS-300D machte ich mehrere Weitwinkelaufnahmen. Zurück zu Hause wiederholte ich das Spielchen mit der gleichen Einstellung unter gleichen Wetterbedingungen - dem Hochdruckgebiet sei dank. Beide Bilder habe ich mal zu einem Bild zusammengestellt um den deutlichen Unterschied zeigen zu können. Leider ist der Himmel selbst im tiefsten Sauerland auf 800m Höhe nicht ohne Einfluss irdischer Lichtquellen. Das nahe Winterberg konnte anhand eines Skybeamers geortet werden und im Süden gab es eine Himmelsaufhellung durch eine Stadt oder dem Rhein-Main-Gebiet. Über uns war der Himmel aber schon schön dunkel und... auf dem Berg war es gute 8°C wärmer als im Tal, dank der Inversionswetterlage.

Himmel über Schanze und Borken
Der Himmel über Schanze im Sauerland (links) und Borken (rechts), 9. Februar 2008, Christian Overhaus

Clear Skies,
Christian Overhaus

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