Von Feuerrädern und Galaxien

Liebe Sternfreunde,

es ist schon einige Zeit her, dass ich mich mit Bildern gemeldet habe. Nachdem ich nun zum x-ten Male meinen Meade Messier-203 Foto-Newton mit der Kamera und Vidiotechnik umgemodelt habe, sind zur Karnevalszeit als der Mond sich noch versteckte die ersten brauchbaren Fotos entstanden.

Mein Bestreben war ja immer schon nicht zu sehr die Pupillen am Okular zu verrenken, sondern bequem am Bildschirm die Objekte zu betrachten. Schon immer war ich erstaunt was unsere Experten alles toll sehen konnten, wo ich "na ja" sagte und es eben als nicht so toll empfand. Und ob unsere Zuschauer das dann auch so toll sehen, möchte ich bezweifeln. Aber das möge ein jeder selbst bewerten aber sicherlich ist der Blick durch das große Teleskop schon ein Erlebnis für sich.

Collage
M1, M33, M42, M51, M64, M65, M65 & M66, M76, M81, M82, M97 und M101, Meade Messier 203 Foto-Newton, Bildbearbeitung mit Giotto, 5. Februar 2011, Ludger Kempkes

Bei mir in Bocholt-Stenern habe ich keinesfalls einen guten Standort. Jede Stadt schleudert eine Menge Licht in den Himmel. So schaue ich denn von Norden her den Südhimmel nur über die Stadt an. Unter diesen Bedingungen habe ich also das SW-Videomodul von Watec am umgerüsteten Teleskop eingesetzt. Ziemlich erstaunt und sehr erfreut konnte ich am kleinen TV-Monitor die beigefügten Messier-Objekte ansteuern und betrachten. Gleichzeitig habe ich die Bildsignale auf das DV-Band meiner Panasonic-Digitalkamera aufgezeichnet. Die Belichtungszeiten sind noch etwas experimetell (zwischen 10 und 60 Sekunden). Bei 60 Sekunden werden die Bilder aber schon vom Stadtlicht und den angrenzenden Laternen überstrahlt.

Durch das Addieren von manchmal zwei, manchmal zehn Bildern mit Giotto entstanden diese Fotos. Wie gesagt, es ist noch alles sehr experimentell, ohne gutes System. Selbst am Bildschirm läßt sich mit Kontrast und Helligkeit schon ein gutes Bild zaubern. Vielleicht erkennt der Eine oder Andere auch schon selbst geschossene Galaxien wieder. So hoffe ich denn wieder auf einen klaren Himmel für weitere Experimente...

Clear Skies,
Ludger Kempkes

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